Lehrstellenbewerbung wie mache ich es richtig ✅

Mädchen erstellt das Motivationsschreiben für die

Ein korrektes Schreiben ist noch kein persönliches Schreiben

«Hiermit bewerbe ich mich um die ausgeschriebene Lehrstelle. Ich bin motiviert, zuverlässig und teamfähig.»

Daran ist sprachlich nichts falsch. Nur erfährt der Lehrbetrieb noch wenig über den Menschen dahinter. Warum dieser Beruf? Warum dieser Betrieb? Und woran zeigt sich das behauptete Interesse?

Ein Motivationsschreiben muss nicht besonders erwachsen klingen. Es sollte nachvollziehbar machen, weshalb dein Kind diese Ausbildung kennenlernen und beginnen möchte.

Danach würde ich fünf praktische Abschnitte aufbauen:

  1. Warum dieser Beruf?
    Konkrete Tätigkeiten nennen statt allgemeiner Begeisterung: Was hat dein Kind ausprobiert, beobachtet oder selbst gemacht?

  2. Warum dieser Lehrbetrieb?
    Einen ehrlichen Bezug herstellen – etwa zu einer Schnuppererfahrung, einer Aufgabe oder dem Ausbildungsangebot. Keine austauschbaren Komplimente.

  3. Stärken zeigen statt aufzählen
    «Ich bin sorgfältig» durch ein kurzes, wahres Beispiel greifbar machen. Erfahrungen dürfen auch aus Schule, Freizeit oder einem Verein stammen.

  4. KI als Schreibhilfe – nicht als Ersatz für die eigene Stimme
    KI kann beim Ordnen und Formulieren helfen. Sie sollte keine Erlebnisse erfinden oder ein Schreiben produzieren, das dein Kind selbst nicht erklären könnte.

  5. Vor dem Abschicken aus Sicht des Lehrbetriebs prüfen
    Stimmen Beruf, Betrieb und Ansprechperson? Sind die verlangten Unterlagen vollständig? Ist das Interesse nachvollziehbar? Werden die Vorgaben der Ausschreibung eingehalten?

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